Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Juli 2019

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Schon in den ersten Julitagen beendet der flinke Planet Merkur seine Abendsichbarkeit. Am ersten Juli erreicht der 1.0mag helle Planet am Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand 6° unter dem Horizont, ca. 22:15 Uhr) gerade noch eine Höhe von knapp 3° über dem Westhorihont. Am 21. Juli erreicht er dann auch schon seine untere Konjunktion, das bedeutet, dass er dann von der Erde aus gesehen vor der Sonne steht.

Venus steht weiterhin am Morgenhimmel, erreicht aber keine nennenswerte Höhe über dem Osthorizont. Somit bleibt sie im Juli praktisch unbeobachtbar.

Mars lässt sich noch in der ersten Monatshälfte am abendlichen Nordwesthorizont mit einem Fernglas erspähen. Am Monatsanfang erreicht der etwa 1.8mag helle Lichtpunkt gegen 22:15 Uhr noch eine Höhe von etwa 3,5°. Bis zur Monatsmitte verblasst er aber immer mehr in der abendlichen Dämmerung.

Jupiter ist mit seiner Helligkeit von -2,5mag derzeit das auffälligste Objekt am Nachthimmel. Schon in der Abenddämmerung erscheint er im Südosten am Himmel. Seine Kulminationszeiten (Höchster Bahnpunkt) sind am Monatsanfang gegen 23:45 Uhr, am Monatsende dann schon gegen 21:35 Uhr. Es ist also die beste Zeit den Planeten mit seinen Oberflächendetails, wie der ausgeprägten Bänderstruktur der Atmosphäre und den "Großen Roten Fleck", einem Sturmsystem der schon vor gut 400 Jahren entdeckt wurde, zu beobachten. Auch das Spiel seiner Monde läßst sich jetzt sehr gut beobachten.

Saturn steht am 9. Juli in seiner Oppositionsstellung. Das bedeutet, dass er sich auf einer Linie mit Sonne und Erde befindet und somit die ganze Nacht zu sehen ist. Seine höchste Höhe über dem Südhorizont von leider nur ca. 18°, erreicht der Ringplanet am Monatsanfang gegen 2 Uhr, am Monatsende dann schon kurz vor Mitternacht.
Endlich kann man wieder Saturns faszinierendes Ringsystem beobachten - ein atemberaubendes Erlebnis.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass die Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juni 2019

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur erreicht im Juni seine zweitbeste Abendsichbarkeit. Den ganzen Monat ist er horizontnah am frühen Abendhimmel zu finden. Schon am 1. Juni ist er zum Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand - 6°), bei einer Höhe von etwa 5° über dem Nordwesthorizont, zu finden. Bis zum 15. Juni gewinnt er einen Horizontabstand von etwa 7,5°, danach nimmt der Abstand zum Horizont wieder ab.
Die beste Beobachtungszeit liegt somit zwischen dem 10. und 20. Juni, wobei Merkur am 18. Juni auf den Planeten Mars trifft und der minimale Abstand der beiden Himmelskörper dann bei etwa 14 Bogenminuten liegt.

Venus ist im Juni nur sehr eingeschränkt beobachtbar. Am Morgenhimmel erreicht sie zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung nur eine Horizonthöhe von etwa 1°, wird sich also trotz einer Helligkeit von -3,9mag in den horizontnahen Luftschichten verstecken.

Mars beendet seinen Auftritt vom Abendhimmel. Er steht in der Abenddämmerung nur noch tief am Nordwesthorizont und fällt mit nur noch 1,8mag auch nicht besonders ins Auge. Am 5. Juni kann die schmale Mondsichel beim Aufsuchen des Planeten helfen, am 18. Juni dann der hellere Merkur.

Jupiter ist der Planet der ganzen Nacht. Der Riesenplanet erreicht am 10. Juni seine Oppositionsstellung (Sonne-Erde-Jupiter stehen dann in einer Linie). Mit einer Helligkeit von rund -2,6mag  ist er nach dem Mond das hellste Objekt am Abendhimmel. Leider erreicht er nur eine maximale Höhe von rund 18° über dem Südhorizont, da die Ekliptik (Scheinbare Bahn der Sonne und der Planeten am Himmel) in den Sommermonaten recht flach am Südhorizont liegt. Jetzt beginnt die beste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Saturn erreicht im Juli seine Oppositionsstellung. Im Juni ist er somit der Planet der zweiten Nachthälfte. Am Monatsanfang geht der 0,1 mag helle Saturn kurz vor 00:00 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 22:00 Uhr. Auf seiner Bahn erreicht er aber keine nennenswerte Höhe über dem Südhorizont, wie das auch bei Jupiter der Fall ist. 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Mai 2019

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 21. Mai seine obere Konjunktion, das bedeutet, dass er an diesem Tag von der Erde aus gesehen hinter der Sonne steht. Erst am Ende des Monats ergibt sich, zumindest theoretisch, eine Abendsichtbarkeit des sonnennächsten Planeten. Doch steht Merkur so tief am Himmel, dasser sich gegen die helle Dämmerung kaum durchzusetzen kann. Schon am 4. Juni ergibt sich dann eine deutlich bessere möglichkeit Merkur zu beobachten.

Auch die Venus ist im Mai kaum zu beobachten. Sie steht zwar immer noch am Morgenhimmel, erreicht aber wegen der flach am Südosthorizont liegenden Ekliptik erst nach Sonnenaufgang eine zur Beobachtung brauchbare Höhe. Im Lauf des Monats verschlechtern sich die Bedingungen, da auch der Winkelabstand zur Sonne immer kleiner wird.

Der rote Planet Mars wandert am Abendhimmel vom Sternbild Stier in die Zwillinge. Der Untergang des inzwischen mit nur noch 1,8mag unauffälligen Planeten ist am Monatsanfang etwa eine viertel Stunde nach Mitternacht, am Monatsende dann schon eine halbe Stunde früher.

Der Riesenplanet Jupiter etwickelt sich im Mai immer mehr zum Planeten der ganzen Nacht. Sein Aufgang verfrüht sich von 00:15 Uhr Anfang des Monats auf knapp 22:00 Uhr an Monatsende. Am 10. Juni erreicht er dann seine Oppositionsstellung, dann ist er die Ganze nacht beobachtbar.
Leider erreicht der größte Planet unseres Sonnensystems nur eine maximale Höhe von etwa 17° über dem Südhorizont - trotzdem sollte man sich den Planeten und seine Monde nicht entgehen lassen:
Schon mit einem kleinen Teleskop kann man das Spiel seiner hellsten Monde, die Bänderstrukturen in seiner Athmosphäre und mit etwas Glück sogar den Großen Roten Fleck, ein gewaltiges Sturmtief auf seiner Oberfläche, beobachten.

Der Ringplanet Saturn entwickelt sich im Mai zum Planeten der zweiten Nachthälfte.Im Sternbildern Schütze stehend geht er Anfang Mai  kurz nach 2 Uhr im Südosten über den Horizont - am Monatsende dann schon kurz nach Mitternacht.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im April 2019

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur erreicht am 11.04. mit 27,7° seinen größten westlichen Winkelabstand zur Sonne. Trozdem gewinnt Merkur wegen der flachen Ekliptik am Morgenhimmel nicht genügend Höhe um sich gegen die Morgendämmerung durchzusetzen.
Er bleibt den ganzen April mit dem freien Auge unbeobachtbar.

Auch Venus erreicht im April keinen nennenswerten Abstand zum morgendlichen Südosthorizont. Am Monatsanfang erreicht sie zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand 6° unter dem Horizont) gerade noch eine Höhe von 3°, am Monatsende sogar nur noch 1°.
Man braucht also gute Sicht auf den Südosthorizont und gute Wetterbedingungen um den 3,9mag hellen Lichtpunkt kurz vor Sonnenaufgang überhaupt ausmachen zu können. Hilfreich kann dabei auf jeden Fall ein Fernglas sein.

Mars ist weiterhin am Abendhimmel zu finden. Im Sternbild Stier wandert er bis zum 10.4. durch das Tor der Ekliptik, wie der Himmelsabschnitt zwischen dem offenen Sternhaufen Hyaden mit dem hellen Stern Aldebaran und den bekannten offenen Sternhaufen Plejaden genannt wird. Ein schönes Bild könnte sich am 9.4. ergeben, wenn sich zu dem etwa 1,5mag hellen Planeten der zunehmende Mond gesellt. Die Untergangszeit des roten Planeten verfrüht sich im April von etwa 0:30 Uhr am Monatsanfang auf 0:15 Uhr am Monatsende.
Auch wenn Mars weiterhin ein auffälliges Himmelsobjekt mit dem blosen Auge darstellt, ist im Teleskop nichts lohnendes mehr zu beobachten. Dazu ist er einfach inzwischen zu weit von der Erde entfernt.

Der Riesenplanet Jupiter beherrscht im April immer noch die zweite Nachthälfte. Weiterhin im Sternbild Schlangenträger stehend, beginnt der -2,3mag helle Planet am 10. April seine diesjährige Oppositionsschleife.
Am Monatsanfang geht er gegen 2:15 Uhr auf, am Monatsende dann schon etwa 20 Minuten nach Mitternacht.
Frühaufsteher können sich, an dem bis zum Monatsende auf rund 43 Bogensekunden anwachsenden Planetenscheibchen und das Spiel seiner Monde, erfreuen.

Der Ringplanet Saturn befindet sich den ganzen April am Morgenhimmel im Sternbild Schütze. Am 30. April beginnt er ebenfalls seine diesjärige Oppositionsschleife. Am Monatsanfang geht Saturn kurz vor 4 Uhr morgens auf, am Monatsende dann schon kurz nach 2 Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist.

Der Sternenhimmel im März 2019

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist nur in den ersten Märztagen noch kurz in der abendlichen Dämmerung am Westhorizont zu finden. Schon am 15.03. erreicht er seine untere Konjunktion (Merkur steht dann zwischen Erde und Sonne) und ist den Rest des Monats nicht mehr zu beobachten.

Die Venus bleibt in diesem Monat weiterhin Morgenstern. Vom Sternbild Steinbock in den Wassermann wandernd, nimmt ihre Sichtbarkeit immer weiter ab. Zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) steht der -4mag helle Lichtpunkt am Monatsanfang noch gut 8° über dem Südosthorizont, am 31.03 dann aber nur noch etwa 3°. Am 2. und 3.03. kreuzt die abnehmende Mondsichel die Bahn der Venus.

Mars hält sich im März weiterhin am Abendhimmel auf. Dabei wandert er vom Sternbild Widder in den Stier. Am Monatsanfang geht er gegen 23:30 Uhr MEZ unter, am Monatsende dann gegen 0:30 Uhr MESZ. Seine Helligkeit sinkt leicht von 1,2mag auf 1,4mag, wobei er sich immer weiter von der Erde entfernt. Oberflächendetails sind mit dem Teleskop auch mit hoher Vergrößerung nur mehr bei sehr guten Bedingungen erkennbar.

Der Riesenplanet Jupiter steht am frühen Morgenhimmel im südlichen Teil des Sternbildes Schlangenträger. Er entwickelt sich zum Planeten der zweiten Nachthälfte. Am Monatsanfang geht er gegen 3:00 Uhr MEZ, am Monatsende dann schon gegen 1:20 Uhr MESZ auf. Mit einer Helligkeit von -2,1mag ist der größte Planet unseres Sonnensystems eine imposante Erscheinung am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März am Morgenhimmel sichtbar. Etwa um 4:50 Uhr MEZ geht er am Monatsanfang im Osten auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf etwa 3 Uhr MESZ.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 31.3.2018 um 2:00 Uhr morgens (MEZ), wird die Zeit um eine Stunde auf 3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) vorgestellt.
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.