Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im März 2018

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht im März seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr. Etwa vom 10. bis zum 20. März erreicht Merkur am Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand 6° unter dem Horizont), eine Höhe von ca. 10° über dem Westhorizont. Der Planet sollte bei dieser Höhe leicht aufzufinden sein.
Allerdings nimmt in dieser Zeit seine Helligkeit von ca. -0.9mag auf etwa +0.5mag ab. Grund dafür ist seine Phase, die sich wie beim Mond im Laufe der Zeit ändert. Ist Merkur am Monatsanfang von der Erde aus betrachtet noch fast voll beleuchtet, erreicht er schon am 14.01. die "Halbmerkurphase", ist also von der Erde aus gesehen nur noch halb beleuchtet. Danach schiebt sich Merkur immer mehr zwischen Sonne und Erde, so dass wir immer weniger von seiner beleuchteten Seite sehen - er wird immer mehr zu einer schmalen Sichel.

Die Venus etabliert sich in diesem Monat als Abendstern. Schon am 1.03. erreicht sie zu Ende der bürgerlichen Dämmerung eine Höhe von ca. 5° über dem Westhorizont. Mit einer Helligkeit von -3,9mag erreicht sie am Monatende dann eine Höhe von gut 11° über dem Horizont. Ihre Aufgänge verspäten sich von etwa 19:05 Uhr MEZ am Monatsanfang, auf 21:37 Uhr MESZ am Monatsende.
Am 4. März begegnet die Venus dem Planeten Merkur auf etwa 1°. Bei guter Horizontsicht bestimmt ein schöner Anblick.

Der Planet Mars hält sich im März weiterhin am Morgenhimmel auf. Dabei wandert er vom Sternbild Schlangenträger in den Schützen. Am Monatsanfang geht er gegen 3:00 Uhr MEZ auf, am Monatsende dann schon gegen 3:20 Uhr MESZ.

Der Riesenplanet Jupiter steht im Sternbild Waage und beginnt am 9. März seine Oppositionsschleife. Er geht am 1. März  gegen 0:30 Uhr MEZ auf. Am 31. März erscheint er dann schon gegen 23:27 Uhr MESZ. Mit einer Helligkeit von -2,3mag ist der größte Planet unseres Sonnensystems eine imposante Erscheinung am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März in der zweiten Nachthälfte sichtbar. Etwa um 4:10 Uhr MEZ geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schütze auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf etwa 3:17 Uhr MESZ.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 25.3.2018 um 2:00 Uhr morgens, wird die Zeit um eine Stunde auf 3:00 Uhr Sommerzeit vorgestellt.
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Februar 2018

Sterne

Im Norden fallen zunächst die markanten Sternbilder Kassiopeia und der Große Bär (bzw. Großer Wagen) auf. Zu dieser Jahreszeit befinden sich beide Sternbilder in der ersten Nachthälfte auf fast gleicher Höhe über dem Horizont. In ihrer Mitte ist der Polarstern zu finden.

Im Westen verabschiedet sich Andromeda mit der imposanten Andromedagalaxie von der Bühne der Nacht. In den nächsten Monaten wird das Sternbild nur noch am Taghimmel erscheinen und für uns nicht mehr zu beobachten sein. Lässt man seinen Blick vom “Himmels-W” Kassiopeia westwärts zum Sternbild Perseus wandern, fällt auf halbem Weg ein nebliger Fleck auf. Dies sind die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei, die sich in einer Entfernung von über 7000 Lichtjahren befinden. Weiter südlich stößt man auf den Stier. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Der Südhimmel wird jedoch von zwei anderen Sternbildern beherrscht: Dem antiken Jäger Orion und dem Großen Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Hoch im Osten ist in dunklen Nächten das eher unscheinbare Sternbild Krebs auszumachen. Mit einem Fernglas kann man in dessen Mitte einen prächtigen Sternhaufen mit dem Namen Praesepe (lat. für Krippe) finden. Tiefer am östlichen Horizont beginnt der Löwe seinen langen Marsch über den Nachthimmel. Sein hellster Stern, der über 70 Lichtjahre entfernte Regulus, befindet sich bei den Vorderpfoten des Raubtiers.

Blickt man in den Wintermonaten genau Richtung Zenith, fällt auf, dass alle hellen Sterne des Abendhimmels eine geschlossene Struktur bilden: das sogenannte Wintersechseck. Diese Konstellation ist aus folgenden Sternen aufgebaut: Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. In der Mitte des Sechsecks ist der rote Riesenstern Beteigeuze eingebettet.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M46: Offener Sternhaufen mit planetarischem Nebel, Entfernung: 5500 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 17.2. seine obere Konjunktion was bedeutet, dass er von der Erde aus gesehen direkt hinter der Sonne steht. Er ist den ganzen Februar zu nahe an der Sonne und somit mit dem feien Auge nicht beobachtbar. Dafür erreicht der flinke Planet im März die beste Abendsichtbarkeit dieses Jahres. Wir müssen uns also noch ein wenig gedulden.

Venus wird ab Mitte Februar in der Abenddämmerung langsam als Abendstern sichtbar. Mit einer Helligkeit von -3,9mag erreicht sie zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand 6° unter dem Horizont) am Ende des Monats, eine Höhe von etwa 4°.

Mars ist weiterhin am Morgenhimmel zu finden. Am Monatsanfang geht der etwa 1,2mag helle Planet gegen 3:20 Uhr auf und wandert im Laufe des Monats vom Sternbild Skorpion in das Sternbild Schlangenträger. Bis zum Monatsende verfrüht sich sein Aufgang auf etwa 3:00 Uhr und seine Helligkeit auf 0,8mag.

Der Riesenplanet Jupiter steht im Februar im Sternbild Waage, ist also weiterhin in der zweiten Nachthälfte am Himmel zu sehen. Am Monatsanfang geht der -2,2mag helle Planet gegen 2:13 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 00:37 Uhr.

Der Ringplanet Saturn ist ebenfalls am Morgenhimmel zu finden.
Im Sternbild Schütze stehend, geht der Ringplanet etwa um 5:50 Uhr auf. Am Monatsende geht der 0,6mag helle Lichtpunkt dann schon morgens um 04:15 Uhr auf.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Januar 2018

Sterne

Beim Blick nach Norden befinden sich östlich bzw. rechts vom Polarstern die sieben Sterne des Großen Wagens. Diese Sternkonstellation ist Teil des größeren Sternbilds Großer Bär und wird in den nächsten Monaten immer höher am Abendhimmel zu finden sein.

Im Westen steht das ausgedehnte Herbstviereck, das aus den hellsten Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda aufgebaut ist.

Über uns, nahe des Zenit, thronen die Sternbilder Perseus und Fuhrmann sowie das berühmte “Himmels-W” Kassiopeia.

Hoch im Süden zeigt sich der Stier mit seinem rötlichen Auge, dem Sternriesen Aldebaran. Etwas westlicher davon befindet sich das markante Siebengestirn der Plejaden. Unterhalb des Stiers prangt das beeindruckendste Sternbild der Wintermonate: Orion, der Jäger der Antike. Der zentrale Teil, drei nebeneinander liegende helle Sterne, symbolisieren den Gürtel des Helden. Links oberhalb der Gürtelsterne wird die rechte Schulter durch den roten Riesenstern Beteigeuze dargestellt. Schräg gegenüber befindet sich der linke Fuß des Jägers, der bläulich-weiße Stern Rigel. Der hellste Stern des Nachthimmels ist jedoch die rund 9 Lichtjahre entfernte Sonne Sirius im Sternbild Großer Hund, das unterhalb des Orion zu finden ist.

Über dem östlichen Horizont zeigen sich in den Januarabenden schon zwei weitere Sternbilder der Tierkreises: Der Krebs und die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre Eskimonebel

  • NGC2392: Eskimonebel, planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 5000 Lichtjahre

  • M81: Bodes Galaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

 

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 01.01. seinen größten westlichen Winkelabstand zur Sonne (größte westliche Elongation). Er setzt seine Morgensichtbarkeit aus dem Dezember fort.
Mit einer Helligkeit von etwa -0.3mag erreicht er zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) in den ersten Januartagen eine Höhe von etwa 8° über dem Südosthorizont. Danach nähert sich der flinke Planet auch schon wieder der Sonne.

Venus ist am 9. Januar in ihrer oberen Konjunktion (Sie steht von der Erde aus betrachtet genau hinter der Sonne). Sie wird den ganzen Januar von der Sonne überstrahlt und kann mit blosem Auge nicht beobachtet werden.

Mars, weiterhin am Morgenhimmel stehend, wandert am Monatsende vom Sternbild Waage in den Skorpion. Dabei verfrühen sich die Aufgänge des roten Planeten von etwa 3:37 Uhr auf 3:22 Uhr. Seine Helligkeit steigt dabei von etwa 1,4mag auf 1,2mag.
Am Morgen des 7. Januars nähert er sich bis auf 13 Winkelminuten dem Planeten Jupiter. Beobachter mit einem Teleskop können dann, je nach eingestellter Vergrößerung, das kleine Lichtscheibchen (5 Winkelsekunden Durchmurchmesser) des Mars, zusammen mit dem Planeten Jupiter und seinen Monden, im Blickfeld des Okulars beobachten.

Der Riesenplanet Jupiter ist der Planet des Morgenhimmels. Er steht im Sternbild Waage. Er geht -2mag hell am Monatsanfang gegen 3:52 Uhr auf. Bis Monatsende verfrüht sich sein Aufgang bis auf 2:17 Uhr. Er ist nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel und somit nicht zu übersehen.

Der Ringplanet Saturn erscheint im Januar wieder am Morgenhimmel.
Gegen 6:00 Uhr geht er am Monatsanfang auf. Am 13.01 trifft er sich, mit einem Abstand von minimal 38 Bogenminuten, mit Merkur. Mit etwas Glück kann man dann beide Planeten etwa 3° über dem Südosthorizont finden, bevor sie sich in der Helligkeit der aufziehenden Morgendämmerung verlieren. Am 15.1. kann die sehr schmale Mondsichel als Aufsuchhilfe der beiden Planeten dienen, diese steht dann etwa 4° nördlich des Planetenpaares.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Dezember 2017

Sterne

Am östlichen Horizont zeigen sich bereits einige typische Wintersternbilder: Der Stier mit dem rötlichen Stern Aldebaran und dem auffälligen Siebengestirn (Plejaden). Der Fuhrmann mit der hellen Sonne Kapella und das Sternbild Orion mit den charakteristischen drei Gürtelsternen. Später am Abend zeigen sich auch noch die Zwillinge mit den markanten Sternen Kastor und Pollux.

Blickt man nach oben in Richtung Zenit, fallen zwei Sternbilder besonders auf: Das leicht zu findende “Himmels-W” Kassiopeia und Perseus, der die Form einer Astgabel hat.

Hoch im Südwesten findet man das ausgedehnte Sternbild Pegasus und Andromeda. In dunklen Nächten ohne Mondschein kann man in diesem Himmelsareal auch einen schwachen nebligen Fleck erkennen. Dies ist unsere Nachbargalaxie, die über 2 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie!

Im Westen verabschieden sich jetzt die Vertreter des Sommerhimmels. Nur noch in den ersten Abendstunden kann man die hellen Sterne des Sommerdreiecks sehen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • Gamma Andromedae (Alamak): Doppelstern im Sternbild Andromeda, schöner Farbkontrast, Entfernung: 400 Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

  • M38, M36, M37: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • NGC7009: Planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann, Entfernung: 2.400 Lichtjahre

  • M1: Krebsnebel, Supernovaüberrest, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist theoretisch im Dezember am Abendhimmel und am Morgenhimmel zu finden.
In den ersten vier Dezembertagen könnte man den 0,5mag hellen flinken Planeten noch zu beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) etwa 2° über dem Westhorizont ausmachen. Dazu braucht es aber klaren Himmel am Horizont und viel Glück.
Schon am 13. des Monats erreicht er seine untere Konjunktion. Das bedeutet, dass Merkur genau zwischen Sonne und Erde steht und somit am Taghimmel für uns nicht sichtbar ist.
Schon kurz danach erscheint er am Morgenhimmel. Zwischen Weihnachten und Neujahr steht er dann schon zu beginn der bürgerlichen Dämmerung etwa 8° über dem Osthorizont.

Die Venus  kann mit ihrer Helligkeit von -3,9mag noch an den ersten Dezembertagen, kurz vor Sonnenaufgang, tief am Osthorizont erspäht werden. Bald darauf wird sie ihre obere Konjunktion erreichen und von der Erde aus gesehen hinter der Sonne stehen.

Merkur-Jupiter-Mars am 14.12.2017Mars etabliert sich am Morgenhimmel. Er geht, 1,6mag hell, am Monatsanfang gegen 3:45 Uhr mit dem Sternbild Jungfrau auf und wechselt dann ab dem 21. Dezmber ins Sternbild Waage.

Der Riesenplanet Jupiter ist ebenfalls am Morgenhimmel im Sternbild Waage zu finden. Mit einer Helligkeit von -1,8mag übernimmt er praktisch die Rolle des "Morgensterns". Nach Sonne und Mond ist er das hellste Objekt am Himmel, nachdem die Venus den Morgenhimmel verlassen hat.
Jupiter geht am Monatsanfang gegen 5:20 Uhr auf, am Monatsende dann schon kurz vor 4 Uhr morgens.
Am 14.12. könnte es ein schönes Bild ergeben:

Die Planeten Merkur und Jupiter - dazu die schmale Mondsichel - und mit etwas Glück ein Feuerwerk, das von den Sternschnuppen des Geminidenstromes hervorgerufen wird!

(Geminiden: siehe Beitrag in der Rubrik "Aktuelles",
Bild erstellt mit Freeware Stellarium, Bild klicken zum Vergrößern)

Hoffen wir für alle Frühaufsteher das Beste!

Der Ringplanet Saturn verlässt uns jetzt endgültig. Wie schon Merkur, könnte man Saturn theoretisch in den ersten Dezembertagen noch tief am Osthorizont ertappen. Am 21. Dezember steht er dann aber schon in Konjunktion zur Sonne, d.h. von uns aus gesehen steht dann Saturn hinter der Sonne und ist nicht beobachtbar.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im November 2017

Sterne

Der Grosse Wagen hat in dieser Jahreszeit die tiefste Position über dem Nordhorizont. Darüber steht der Polarstern im Kleinen Wagen. Blickt man noch weiter Richtung Zenit, ist das auffällige “Himmels-W” Kassiopeia zu erkennen. In seiner aktuellen Ausrichtung erscheint das Sternbild jedoch als Buchstabe “M”.

In den frühen Abendstunden kann man noch die hellen Sterne des Sommerdreiecks finden: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Direkt über uns hat das Herbstviereck die zentrale Position des Nachthimmels eingenommen. Es besteht aus den markantesten Sternen des Sternbilds Pegasus.

Im Süden bemerkt man knapp über dem Horizont einen helleren Stern. Es handelt sich hier um die ferne Sonne Formalhaut im Sternbild Südlicher Fisch. Da dieser Stern in unseren Breiten nur Ende des Jahres zu finden ist, wird er auch Herbststern genannt.

Blickt man zum östlichen Himmel, kann man links (nördlich) vom Herbstviereck das Sternbild Andromeda erkennen. Direkt daneben und unterhalb von Kassiopeia befindet sich Perseus, der die Form einer Astgabel hat. Etwas tiefer über dem Horizont zeigen sich schon zwei typische Vertreter der Wintersternbilder: Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella und der Stier mit seinem “blutigem Auge”, dem roten Riesen Aldebaran.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht zwar am 24. November mit etwa 22° seine gößte östliche Elongation (Winkelabstand zur Sonne), da aber die Ekliptik (Scheinbare Bahn der Sonne und der Planeten am Himmel) im Herbst recht Flach am Westhorizont liegt, gewinnt er nicht genügend Höhe um sichtbar zu werden.

Die Venus beendet diesen Monat ihren Auftritt als Morgenstern. Zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne steht 6° unter dem Horizont) erreicht sie am Monatsanfang noch eine Höhe von etwa 9°, am Monatsende dann nur noch 2°. Sie entfernt sich immer mehr von der Erde und strebt ihrer oberen Konjunktion entgegen. Sie steht dann von der Erde aus gesehen auf der anderen Seite der Sonne.

Der rote Planet Mars hingegen verfestigt seine Position am Morgenhimmel. Seine Aufgangszeiten verfrühen sich im November leicht, von ca. 4:00 Uhr am Monatsanfang auf etwa 3:50 Uhr am Monatsende. Das unscheinbare, ca. 1,8mag helle Lichtpünktchen, steht im Sternbild Jungfrau. In den letzten Novembertagen passiert er in etwa 3° Entfernung den hellen Fixstern Spika.

Jupiter wandert im November an den Morgenhimmel. Im Sternbild Waage stehend, verfrühen sich seine Aufgänge von 7:45 Uhr am Monatsanfang, auf etwa 5:30 Uhr am Monatsende. Am Morgen des 13. November treffen sich die -3,9mag helle Venus und der -1,8mag helle Jupiter mit einem minimalen Abstand von 17 Bogensekunden. Am 17.11. bildet das Paar mit der schmalen Mondsichel ein rechtwinkliges Dreieck - bestimmt ein schöner Anblick.

Saturn steht im Sternbild Schlangenträger und hat seine letzten Auftritte für dieses Jahr. Am Monatsanfang geht er gegen 19:20 Uhr unter, am Monatsende bereits gegen 17:30 Uhr.
Ab spätestens der zweiten Novemberhälfte ist keine sinnvolle Beobachtung mehr möglich, da der Planet dann zu Beginn der Dämmerung schon zu tief steht.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.