Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Dezember 2017

Sterne

Am östlichen Horizont zeigen sich bereits einige typische Wintersternbilder: Der Stier mit dem rötlichen Stern Aldebaran und dem auffälligen Siebengestirn (Plejaden). Der Fuhrmann mit der hellen Sonne Kapella und das Sternbild Orion mit den charakteristischen drei Gürtelsternen. Später am Abend zeigen sich auch noch die Zwillinge mit den markanten Sternen Kastor und Pollux.

Blickt man nach oben in Richtung Zenit, fallen zwei Sternbilder besonders auf: Das leicht zu findende “Himmels-W” Kassiopeia und Perseus, der die Form einer Astgabel hat.

Hoch im Südwesten findet man das ausgedehnte Sternbild Pegasus und Andromeda. In dunklen Nächten ohne Mondschein kann man in diesem Himmelsareal auch einen schwachen nebligen Fleck erkennen. Dies ist unsere Nachbargalaxie, die über 2 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie!

Im Westen verabschieden sich jetzt die Vertreter des Sommerhimmels. Nur noch in den ersten Abendstunden kann man die hellen Sterne des Sommerdreiecks sehen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • Gamma Andromedae (Alamak): Doppelstern im Sternbild Andromeda, schöner Farbkontrast, Entfernung: 400 Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

  • M38, M36, M37: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • NGC7009: Planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann, Entfernung: 2.400 Lichtjahre

  • M1: Krebsnebel, Supernovaüberrest, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist theoretisch im Dezember am Abendhimmel und am Morgenhimmel zu finden.
In den ersten vier Dezembertagen könnte man den 0,5mag hellen flinken Planeten noch zu beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) etwa 2° über dem Westhorizont ausmachen. Dazu braucht es aber klaren Himmel am Horizont und viel Glück.
Schon am 13. des Monats erreicht er seine untere Konjunktion. Das bedeutet, dass Merkur genau zwischen Sonne und Erde steht und somit am Taghimmel für uns nicht sichtbar ist.
Schon kurz danach erscheint er am Morgenhimmel. Zwischen Weihnachten und Neujahr steht er dann schon zu beginn der bürgerlichen Dämmerung etwa 8° über dem Osthorizont.

Die Venus  kann mit ihrer Helligkeit von -3,9mag noch an den ersten Dezembertagen, kurz vor Sonnenaufgang, tief am Osthorizont erspäht werden. Bald darauf wird sie ihre obere Konjunktion erreichen und von der Erde aus gesehen hinter der Sonne stehen.

Merkur-Jupiter-Mars am 14.12.2017Mars etabliert sich am Morgenhimmel. Er geht, 1,6mag hell, am Monatsanfang gegen 3:45 Uhr mit dem Sternbild Jungfrau auf und wechselt dann ab dem 21. Dezmber ins Sternbild Waage.

Der Riesenplanet Jupiter ist ebenfalls am Morgenhimmel im Sternbild Waage zu finden. Mit einer Helligkeit von -1,8mag übernimmt er praktisch die Rolle des "Morgensterns". Nach Sonne und Mond ist er das hellste Objekt am Himmel, nachdem die Venus den Morgenhimmel verlassen hat.
Jupiter geht am Monatsanfang gegen 5:20 Uhr auf, am Monatsende dann schon kurz vor 4 Uhr morgens.
Am 14.12. könnte es ein schönes Bild ergeben:

Die Planeten Merkur und Jupiter - dazu die schmale Mondsichel - und mit etwas Glück ein Feuerwerk, das von den Sternschnuppen des Geminidenstromes hervorgerufen wird!

(Geminiden: siehe Beitrag in der Rubrik "Aktuelles",
Bild erstellt mit Freeware Stellarium, Bild klicken zum Vergrößern)

Hoffen wir für alle Frühaufsteher das Beste!

Der Ringplanet Saturn verlässt uns jetzt endgültig. Wie schon Merkur, könnte man Saturn theoretisch in den ersten Dezembertagen noch tief am Osthorizont ertappen. Am 21. Dezember steht er dann aber schon in Konjunktion zur Sonne, d.h. von uns aus gesehen steht dann Saturn hinter der Sonne und ist nicht beobachtbar.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im November 2017

Sterne

Der Grosse Wagen hat in dieser Jahreszeit die tiefste Position über dem Nordhorizont. Darüber steht der Polarstern im Kleinen Wagen. Blickt man noch weiter Richtung Zenit, ist das auffällige “Himmels-W” Kassiopeia zu erkennen. In seiner aktuellen Ausrichtung erscheint das Sternbild jedoch als Buchstabe “M”.

In den frühen Abendstunden kann man noch die hellen Sterne des Sommerdreiecks finden: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Direkt über uns hat das Herbstviereck die zentrale Position des Nachthimmels eingenommen. Es besteht aus den markantesten Sternen des Sternbilds Pegasus.

Im Süden bemerkt man knapp über dem Horizont einen helleren Stern. Es handelt sich hier um die ferne Sonne Formalhaut im Sternbild Südlicher Fisch. Da dieser Stern in unseren Breiten nur Ende des Jahres zu finden ist, wird er auch Herbststern genannt.

Blickt man zum östlichen Himmel, kann man links (nördlich) vom Herbstviereck das Sternbild Andromeda erkennen. Direkt daneben und unterhalb von Kassiopeia befindet sich Perseus, der die Form einer Astgabel hat. Etwas tiefer über dem Horizont zeigen sich schon zwei typische Vertreter der Wintersternbilder: Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella und der Stier mit seinem “blutigem Auge”, dem roten Riesen Aldebaran.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht zwar am 24. November mit etwa 22° seine gößte östliche Elongation (Winkelabstand zur Sonne), da aber die Ekliptik (Scheinbare Bahn der Sonne und der Planeten am Himmel) im Herbst recht Flach am Westhorizont liegt, gewinnt er nicht genügend Höhe um sichtbar zu werden.

Die Venus beendet diesen Monat ihren Auftritt als Morgenstern. Zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne steht 6° unter dem Horizont) erreicht sie am Monatsanfang noch eine Höhe von etwa 9°, am Monatsende dann nur noch 2°. Sie entfernt sich immer mehr von der Erde und strebt ihrer oberen Konjunktion entgegen. Sie steht dann von der Erde aus gesehen auf der anderen Seite der Sonne.

Der rote Planet Mars hingegen verfestigt seine Position am Morgenhimmel. Seine Aufgangszeiten verfrühen sich im November leicht, von ca. 4:00 Uhr am Monatsanfang auf etwa 3:50 Uhr am Monatsende. Das unscheinbare, ca. 1,8mag helle Lichtpünktchen, steht im Sternbild Jungfrau. In den letzten Novembertagen passiert er in etwa 3° Entfernung den hellen Fixstern Spika.

Jupiter wandert im November an den Morgenhimmel. Im Sternbild Waage stehend, verfrühen sich seine Aufgänge von 7:45 Uhr am Monatsanfang, auf etwa 5:30 Uhr am Monatsende. Am Morgen des 13. November treffen sich die -3,9mag helle Venus und der -1,8mag helle Jupiter mit einem minimalen Abstand von 17 Bogensekunden. Am 17.11. bildet das Paar mit der schmalen Mondsichel ein rechtwinkliges Dreieck - bestimmt ein schöner Anblick.

Saturn steht im Sternbild Schlangenträger und hat seine letzten Auftritte für dieses Jahr. Am Monatsanfang geht er gegen 19:20 Uhr unter, am Monatsende bereits gegen 17:30 Uhr.
Ab spätestens der zweiten Novemberhälfte ist keine sinnvolle Beobachtung mehr möglich, da der Planet dann zu Beginn der Dämmerung schon zu tief steht.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Oktober 2017

Sterne

Der Große Wagen erreicht in den Oktoberabenden seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont. Darüber befindet sich der Polarstern in der Konstellation Kleiner Wagen. Blickt man noch weiter nach oben in Richtung Zenit, sieht man das leicht erkennbare “Himmels-W” des Sternbilds Kassiopeia.

Im Westen dominieren noch immer die Sterne des Sommers. Die hellsten von ihnen sind Teil des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Am Südhorizont reihen sich bekannte Sternbilder des Tierkreises auf: Steinbock, Wassermann und Fische.

Hoch am östlichen Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild des geflügelten Pferdes Pegasus, dessen Körperumrisse auch als das Herbstviereck bezeichnet werden. Direkt daneben, in nördlicher Richtung, zeigt sich das Sternbild Andromeda mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Bei ausreichend dunklem Himmel kann man die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel sogar mit bloßem Auge als schwachen nebligen Fleck erkennen. Etwas tiefer am Osthorizont befinden sich die Sternbilder Perseus, Widder und Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M2: Kugelsternhaufen im Sternbild Wassermann, Entfernung: 36.000 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 8. Oktober seine obere Konjunktion. Das bedeutet, dass er von der Erde aus betrachtet genau hinter der Sonne steht und Richtung Abendhimmel unterwegs ist. Bis zum Monatsende erreicht er aber nicht den nötigen Abstand zur Sonne um beobachtbar zu sein.

Die Venus ist im Oktober weiterhin Morgenstern, bewegt sich aber rasch in Richtung Sonne. Am Monatsanfang hat sie zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne steht 6° unter dem Horizont) noch eine Höhe von etwa 17°über dem Osthorizont, am Monatsende dann nur noch etwa 9°. Mit einer Helligkeit von rund -3,9mag steht sie im Sternbild Löwe und wandert am 9.10. ins Sternbild Jungfrau.
Am Morgen des 5. und 6.10. steht die Venus im Abstand von nur etwa 20 Bogenminutenden zum Planeten Mars, und am 18.10. könnte sich ein schöner Anblick ergeben, wenn sich die schmale Mondsichel zum Planeten gesellt.

Mars ist weiterhin als unscheinbarer Lichtpunkt (Helligkeit 1,8mag) am Morgenhimmel sichtbar und gewinnt im Verlauf des Oktobers immer mehr an Höhe. Am Monatsanfang erreicht er zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung eine Höhe von rund 15°, am Monatsende dann bereits 23°. Der Aufgang des derzeit nur 3,8 Bogensekunden großen Planetenscheibchens bleibt den ganzen Monat bei kurz nach fünf Uhr morgens (MESZ).

Der Riesenplanet Jupiter ist den ganzen Oktober in seiner Konjunktionsstellung. Er steht also von der Erde aus gesehen hinter der Sonne und ist somit nicht beobachtbar.

Die Beobachtungsperiode des Ringplanets Saturn neigt sich dem Ende zu. Im Sternbild Schlangenträger stehend, geht er am Monatsanfang gegen 22:10 Uhr MESZ unter, am Monatsende dann schon gegen 19:45 Uhr  MEZ.
Es ist also höchste Zeit noch einen Blick auf die mit 26,97° maximal geöffneten Ringe des Planeten zu werfen!

 

Anmerkungen

Alle Zeiten beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.

Beachten sie bitte, dass am Sonntag, 29.10.2017 3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) unsere Uhren wieder um eine Stunde zurück auf 2:00 Uhr Winterzeit (MEZ) gestellt werden.

Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im September 2017

Sterne

Wenn man an einem Spätsommerabend direkt nach oben blickt, fallen drei hellere Sterne auf:
Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Verbindungslinien dieser Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Weiter im Westen findet man Herkules, das leicht zu erkennende Sternbild Nördliche Krone und den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes.

Verfolgt man das neblige Band der Milchstrasse über Schwan und Adler weiter Richtung Südwesten, so stößt man knapp über dem Horizont auf das Sternbild Schütze, das aufgrund seiner Form im Englischen auch "teapot" (Teekessel) genannt wird. In dieser Blickrichtung befindet sich auch das Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

Bereits sehr hoch im Osten stehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Vier helle Sterne des Pegasus bilden ein Quadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Direkt darunter können auch die Fische, ein eher unscheinbare Sternbild des Tierkreises, gefunden werden.

Blickt man schliesslich in nördliche Richtung auf das Band der Milchstrasse, erkennt man zunächst das auffällige "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia. Darunter befindet sich Perseus mit den hellen Sternen Mirfak und Algol. Letzterer wird aufgrund seiner schwankenden Helligkeit auch "Teufelsstern" genannt.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13 : Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11 : Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17 : Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo : Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27 : Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57 : Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31 : Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • M33 : Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei : Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457 : Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 12. September seine größte westliche Elongation (größter Winkelabstand zur Sonne) und ist wegen der steil am Morgenhimel stehenden Ekliptik am Morgenhimmel sichtbar. Am Osthorizont erreicht der flinke Planet vom 12. bis 16.08. zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne steht 6° unter dem Horizont) eine Höhe von  fast 10° über dem Horizont. Doch schon am Ende des Monats ist es wieder vorbei mit der Sichtbarkeit des Planeten.

Die Venus ist im September weiterhin Morgenstern. Der -3,9mag helle Planet wandert vom Sternbild Krebs in den Löwen. Dabei nimmt die Höhe über dem Horizont zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung von 21° auf etwa 17° ab. Die Aufgangszeiten verspäten sich von etwa 3:40 Uhr auf ca. 5:00 Uhr am Monatsende.

Den Planeten Mars finden wir im September am Morgenimmel. Gegen 5:30 Uhr am Monatsanfang aufgehend, verfrüht sich der Aufgang des etwa 1,8mag hellen Lichtpunktes bis zum Monatsende auf ca. 5:17 Uhr.
Am 16. und 17.09. gibt es eine Begegnung mit dem Merkur. Die beiden Planeten stehen am Morgenhimmel nur knapp ein halbes Grad nebeneinander.

Auf Jupiter lässt sich leider nur noch in den ersten beiden Septemberwochen ein Blick werfen. Durch seine geringe Höhe ist keine sinnvolle Beobachtung mehr möglich.

Der Ringplanet Saturn hält sich im September im Sternbild Schlangenträger auf. Am Monatsanfang geht er gegen 0:10 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 22:15 Uhr.  

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Achtung:
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten September bis März (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags schon ab 20:00 Uhr geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im August 2017

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferdes Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im August nicht beobachtbar. Am 28. August erreicht der flinke Planet seine untere Konjunktion - er befindet sich dann auf seiner Bahn zwischen Erde und Sonne.
Durch die Neigung der Merkurbahn gegenüber der Erdbahn, kann Merkur aber nicht wie bei einem Merkurtransit vor der Sonnenscheibe beobachtet werden. Ein solcher Transit wird erst wieder am 11. November 2019 zu beobachten sein.

Die Venus bleibt im August Morgenstern. Der -3,9 bis -4,0mag helle Planet geht am 1.8. gegen 2:45 Uhr, am 31.8. erst gegen 3:35 Uhr morgens auf.

Der Planet Mars steht zu nahe an der Sonne um beobachtet werden zu können.

Der Riesenplanet Jupiter beendet im August seinen Himmelsauftritt. Schon ab Mitte des Monats ist er nur noch in der abendlichen Dämmerung zu finden und gegen Ende des Monats kann er nicht mehr beobachtet werden.
Sein Untergang verfrüht sich von ca. 23:20 Uhr am 1. August auf etwa 21:30 Uhr am Monatsende.
Somit ist jetzt ist die letzte Möglichkeit den Planeten dieses Jahr am Abendhimmel zu sehen!

Der Ringplanet Saturn ist im August schon in der Abenddämmerung am Südhimmel zu finden. Leider erreicht das ca. 17 Bogensekunden kleine Planetenscheibchen nur eine maximale höhe von 17° über dem Südhorizont - dafür sind aber die Ringe mit 26,8° fast maximal geöffnet. Saturn ist immer wieder eine Beobachtung wert. Am Monatsanfang geht er gegen 2:15 Uhr unter. Am Monatsende ist sein Untergang dann schon gegen 0:15 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!