Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Dezember 2018

Sterne

Am östlichen Horizont zeigen sich bereits einige typische Wintersternbilder: Der Stier mit dem rötlichen Stern Aldebaran und dem auffälligen Siebengestirn (Plejaden). Der Fuhrmann mit der hellen Sonne Kapella und das Sternbild Orion mit den charakteristischen drei Gürtelsternen. Später am Abend zeigen sich auch noch die Zwillinge mit den markanten Sternen Kastor und Pollux.

Blickt man nach oben in Richtung Zenit, fallen zwei Sternbilder besonders auf: Das leicht zu findende “Himmels-W” Kassiopeia und Perseus, der die Form einer Astgabel hat.

Hoch im Südwesten findet man das ausgedehnte Sternbild Pegasus und Andromeda. In dunklen Nächten ohne Mondschein kann man in diesem Himmelsareal auch einen schwachen nebligen Fleck erkennen. Dies ist unsere Nachbargalaxie, die über 2 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie!

Im Westen verabschieden sich jetzt die Vertreter des Sommerhimmels. Nur noch in den ersten Abendstunden kann man die hellen Sterne des Sommerdreiecks sehen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • Gamma Andromedae (Alamak): Doppelstern im Sternbild Andromeda, schöner Farbkontrast, Entfernung: 400 Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

  • M38, M36, M37: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • NGC7009: Planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann, Entfernung: 2.400 Lichtjahre

  • M1: Krebsnebel, Supernovaüberrest, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im Dezember am Morgen- und Abendhimmel zu finden.
Bis zum 12.12. erreicht der flinke Planet zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) eine Höhe von etwa 10° über dem Horizont. Danach sinkt die Höhe des maximal 0,5mag hellen Planeten schnell wieder. Am 30. Dezember erreicht er zur gleichen Zeit nur noch eine Höhe von etwa 4°.
Am Morgen des 22. Dezembers begegnet Merkur dem Planeten Jupiter auf weniger als 1°.

Venus ist weiterhin Morgenstern. Mit einer Helligkeit von fast -4,9mag am Monatsanfang (Monatsende -4,6mag) wird sie dieser Bezeichnung wirklich gerecht. Sie wandert vom Sternbild Jungfrau in die Waage und erscheint den ganzen Monat kurz nach vier Uhr morgens. Dabei erreicht sie zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung bereits etwa 24° über dem Horizont.

Mars ist im Dezember am Abendhimmel zu finden. Er wandert vom Sternbild Wassermann in die Fische. Seine Untergangszeiten bleiben den ganzen Monat bei ca, 23:45 Uhr. Seine Helligkeit nimmt von ca. 0mag auf 0.5mag ab.

Der Riesenplanet Jupiter ist ebenfalls am Morgenhimmel zu finden. Mit einer Helligkeit von -1,8mag ist er am 15.12. zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung schon 5°, am Monatsende dann schon etwa 10° über dem Südosthorizont zu finden.
Jupiter geht am Monatsanfang kurz vor 7 Uhr auf, am Monatsende dann schon kurz nach 6 Uhr morgens.
Am Morgen des 22.12. könnte es ein schönes Bild ergeben:
Die Planeten Merkur und Jupiter begegnen sich bis auf unter 1° am Morgenhimmel.

Der Ringplanet Saturn verlässt uns jetzt endgültig. Am Monatsanfang kann er noch kurz in der Abenddämmerung am Südwesthorizont erspäht werden. Doch schon um den 15.12. wird ihn wohl die Dämmerung gänzlich verschlucken.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im November 2018

Sterne

Der Grosse Wagen hat in dieser Jahreszeit die tiefste Position über dem Nordhorizont. Darüber steht der Polarstern im Kleinen Wagen. Blickt man noch weiter Richtung Zenit, ist das auffällige “Himmels-W” Kassiopeia zu erkennen. In seiner aktuellen Ausrichtung erscheint das Sternbild jedoch als Buchstabe “M”.

In den frühen Abendstunden kann man noch die hellen Sterne des Sommerdreiecks finden: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Direkt über uns hat das Herbstviereck die zentrale Position des Nachthimmels eingenommen. Es besteht aus den markantesten Sternen des Sternbilds Pegasus.

Im Süden bemerkt man knapp über dem Horizont einen helleren Stern. Es handelt sich hier um die ferne Sonne Formalhaut im Sternbild Südlicher Fisch. Da dieser Stern in unseren Breiten nur Ende des Jahres zu finden ist, wird er auch Herbststern genannt.

Blickt man zum östlichen Himmel, kann man links (nördlich) vom Herbstviereck das Sternbild Andromeda erkennen. Direkt daneben und unterhalb von Kassiopeia befindet sich Perseus, der die Form einer Astgabel hat. Etwas tiefer über dem Horizont zeigen sich schon zwei typische Vertreter der Wintersternbilder: Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella und der Stier mit seinem “blutigem Auge”, dem roten Riesen Aldebaran.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht zwar am 06. November mit etwa 23° seine größte östliche Elongation (Winkelabstand zur Sonne), da aber die Ekliptik (Scheinbare Bahn der Sonne und der Planeten am Himmel) im Herbst recht Flach am Westhorizont liegt, gewinnt er nicht genügend Höhe um sichtbar zu werden. Am 27. November erreicht der flinke Planet auch schon wieder seine untere Konjunktion (er steht dann zwischen Erde und Sonne) und wandert dann auf die andere Seite der Sonne. Im Dezember wird Merkur dann am Morgenhimmel auftauchen.

Die Venus wird in diesem Monat zum Morgenstern. Nach Durchlaufen der unteren Konjunktion am 26. Oktober, erreicht die Venus schon am 10. November zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand -6°) einen Horizontabstand von gut 10° und baut diesen bis zum Ende des Monats auf etwa 24° aus. Am 28. November erreicht Venus mit -4,87mag ihre größte Helligkeit.

Der rote Planet Mars ist weiterhin am Abendhimmel zu finden. Er wandert vom Sternbild Steinbock in den Wassermann und entfernt sich weiter von der Erde. Somit sinkt seine Helligkeit im Monatsverlauf von -0,6mag auf -0,1mag. Am Monatsanfang geht Mars gegen 23:56 Uhr, am Monatsende dann etwa 10 Minuten früher unter.

Jupiter erreicht am 26. November seine Konjunktion (er steht von der Erde aus gesehen hinter der Sonne) und ist den ganzen Monat nicht am Nachthimmel zu sehen.

Saturn Ist nur noch kurz in der abendlichen Dämmerung zu sehen. Am Monatsanfang geht der Ringplanet gegen 20:00 Uhr, am Montsende dan schon gegen 18:20 Uhr unter.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Oktober 2018

Sterne

Der Große Wagen erreicht in den Oktoberabenden seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont. Darüber befindet sich der Polarstern in der Konstellation Kleiner Wagen. Blickt man noch weiter nach oben in Richtung Zenit, sieht man das leicht erkennbare “Himmels-W” des Sternbilds Kassiopeia.

Im Westen dominieren noch immer die Sterne des Sommers. Die hellsten von ihnen sind Teil des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Am Südhorizont reihen sich bekannte Sternbilder des Tierkreises auf: Steinbock, Wassermann und Fische.

Hoch am östlichen Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild des geflügelten Pferdes Pegasus, dessen Körperumrisse auch als das Herbstviereck bezeichnet werden. Direkt daneben, in nördlicher Richtung, zeigt sich das Sternbild Andromeda mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Bei ausreichend dunklem Himmel kann man die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel sogar mit bloßem Auge als schwachen nebligen Fleck erkennen. Etwas tiefer am Osthorizont befinden sich die Sternbilder Perseus, Widder und Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M2: Kugelsternhaufen im Sternbild Wassermann, Entfernung: 36.000 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur bewegt sich zwar in Richtung Abendhimmel von der Sonne weg, gewinnt aber im Oktober zu wenig Abstand um sich gegen die Helligkeit des Sonnenuntergangs zu befreien. Er bleibt im Oktober unbeobachtbar.

Die Venus erreicht am 26. Oktober ihre untere Konjunktion (sie steht dann genau zwischen Sonne und Erde am Taghimmel). Aber auch in den Wochen davor macht es die flach liegende Ekliptik unmöglich, die schmale Venussichel am Abendhimmel aufzuspühren. Sie bleibt ebenfalls für das freie Auge unbeobachtbar.

Mars ist weiterhin als heller Lichtpunkt (Helligkeit -1,3mag am Monatsanfang, -0,6mag am Monatsende) am Abendhimmel sichtbar. Am Monatsanfang erreicht er gegen 21:15 Uhr (MESZ) den höchsten Punkt seiner Bahn, am Monatsende dann bereits gegen 19:15 Uhr (MEZ). Sein Untergang verfrüht sich in diesem Zeitraum von 1:20 Uhr (MESZ) auf etwa 23:55 Uhr (MEZ).

Der Riesenplanet Jupiter beendet im Oktober seinen Himmelsauftritt. Schon am Monatsanfang ist er zu Beginn der bürgerlichen Abenddämmerung (Sonnenstand -6°) nur noch ca. 8° über dem Südwesthorizont zu finden und verschwindet trotz seiner Helligkeit von etwa -1,8mag ab der Monatsmitte ganz im Glanz der untergehenden Sonne.

Die Beobachtungsperiode des Ringplaneten Saturn neigt sich dem Ende zu. Im Sternbild Schütze stehend, geht er am Monatsanfang gegen 22:55 Uhr (MESZ) unter, am Monatsende dann schon gegen 20:00 Uhr (MEZ).
Es ist also höchste Zeit noch einen Blick auf dem Planeten mit seinem faszinierenden Ringsystem  zu werfen!

 

Anmerkungen

Alle Zeiten beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.

Beachten sie bitte, dass am Sonntag, 28.10.2017 3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) unsere Uhren wieder um eine Stunde zurück auf 2:00 Uhr Winterzeit (MEZ) gestellt werden.

Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im September 2018

Sterne

Wenn man an einem Spätsommerabend direkt nach oben blickt, fallen drei hellere Sterne auf:
Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Verbindungslinien dieser Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Weiter im Westen findet man Herkules, das leicht zu erkennende Sternbild Nördliche Krone und den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes.

Verfolgt man das neblige Band der Milchstrasse über Schwan und Adler weiter Richtung Südwesten, so stößt man knapp über dem Horizont auf das Sternbild Schütze, das aufgrund seiner Form im Englischen auch "teapot" (Teekessel) genannt wird. In dieser Blickrichtung befindet sich auch das Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

Bereits sehr hoch im Osten stehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Vier helle Sterne des Pegasus bilden ein Quadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Direkt darunter können auch die Fische, ein eher unscheinbare Sternbild des Tierkreises, gefunden werden.

Blickt man schliesslich in nördliche Richtung auf das Band der Milchstrasse, erkennt man zunächst das auffällige "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia. Darunter befindet sich Perseus mit den hellen Sternen Mirfak und Algol. Letzterer wird aufgrund seiner schwankenden Helligkeit auch "Teufelsstern" genannt.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13 : Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11 : Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17 : Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo : Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27 : Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57 : Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31 : Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • M33 : Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei : Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457 : Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur setzt seine Morgensichtbarkeit Anfang September fort. Am 1.09. steht er zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne steht 6° unter dem Horizont) bei einer Höhe von  9° über dem Horizont. Doch schon am 10.09 sind es nur noch etwa 4°. Seine Helligkeit steigt zwar in diesem Zeitraum von -0,8mag auf etwa -1.3mag - es wird aber immer schwieriger den Planeten in der Morgendämmerung auszumachen. Am 21.09. steht der schnelle Planet dann schon wieder in seiner oberen Konjunktion und somit von der Erde aus gesehen hinter der Sonne.

Die Abendsichtbarkeit der Venus verschlechtert sich zunehmend und sie wird etwa ab dem 18.09. gar nicht mehr am Abendhimmel erkennbar sein. Sie wandert im Sternbild Jungfrau weiter nach Süden was, bedingt durch die im Sommer flach liegende Ekliptik, zur schlechteren Abendsichtbarkeit beiträgt. Zudem nähert sich die Venus ihrer unteren Konjunktion (Venus steht dann am Taghimmel zwischen Erde und Sonne) und somit nimmt ihre Helligkeit ab, da die von der Erde aus sichtbare Sichel immer kleiner wird.

Der Planet Mars steht schon am Abend im Sternbild Steinbock am südöstlichen Himmel. Er erreicht seine größte Höhe am 1.09. gegen 22:45 Uhr, am Monatsende dann schon gegen 21:20 Uhr. Seine Untergangszeiten verfrühen sich im gleichen Zeitraum von etwa 02.30 Uhr auf 01:25 Uhr. Er entfernt sich merklich von der Erde, so dass seine Helligkeit von etwa -2,1mag auf nur noch -1,4mag sinkt.
Höchste Zeit also noch einen Blick auf den roten Planeten zu werfen.

Auf Jupiter lässt sich leider nur noch in den ersten beiden Septemberwochen ein Blick werfen. Durch seine geringe Höhe ist eine sinnvolle Beobachtung nur bei sehr ruhiger Luft möglich. In der zweiten Monatshälfte steht er dann für Beobachtungen einfach zu tief.
Bis zum Monatsende verfrühen sich die Untergänge des Riesenpaneten von etwa 22:20 Uhr auf 20:37 Uhr.

Der Ringplanet Saturn ist der Planet des Abendhimmels. Seine Untergangszeiten verschieben sich von kurz vor 1 Uhr morgens am Monatsanfang, auf knapp 23:00 Uhr am Monatsende. Wer Saturn dieses Jahr noch beobachten will, sollte dies bald tun. Schon jetzt braucht es wegen seiner geringen Höhe über dem Südhorizont ruhige Luft um mit dem Teleskop noch ein gutes Bild zu erhaschen.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Achtung:
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten September bis März (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags schon ab 20:00 Uhr öffnet!

 
 

 

Der Sternenhimmel im August 2018

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferdes Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur steht am 9. August genau zwischen Sonne und Erde, ist zu diesem Zeitpunkt also am Taghimmel. Diese Stellung wird "Untere Konjunktion" genannt.
Doch schon in den Tagen um den 24. August findet man ihn am Morgenhimmel und es kommt zur besten Morgensichtbarkeit in diesem Jahr.
Am 24. August ist er zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont), gegen 05:40 Uhr morgens, schon 5° über dem Ost-Horizont zu finden. Bis zum Monatsende gewinnt er zu diesem Zeitpunkt schon eine Höhe von fast 10° wobei seine Helligkeit von etwa +1,4 auf -0,7mag ansteigt.
Dies liegt zum Einen daran, dass er am 26.8. seine größte westliche Elongation (Winkelabstand zur Sonne) von etwa 18° erreicht, zum Anderen daran, dass die Ekliptik am Morgen sehr steil steht und somit der Winkelabstand zur Sonne zum größten Teil in die Horizonthöhe eingeht.

Die Venus bleibt im August Abendstern. Am 17.08. erreicht sie zwar ihren maximalen Sonnenabstand von fast 46°, erreicht aber wegen der flach liegenden Ekliptik zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung am Monatsanfang nur mehr eine Höhe von etwa 8°. Dieser Horizontabstand sinkt bis Monatsende auf nur mehr 4°. Ihre Helligkeit wächst dagegen leicht von -4,3mag am Monatsanfang auf etwa -4,6mag an.

Der Planet Mars, der ja am 27. Juli seine Oppositionsstellung erreicht hatte, ist weiterhin die ganze Nacht sichtbar. Leider erreicht er selbst am höchsten Punkt seiner Bahn über den Nachthimmel, bei uns nur eine Höhe von ca. 14° über dem Südhorizont. Auch wächst sein Erdabstand im August merklich an. Somit sinkt seine Helligkeit im Laufe des Monats von etwa -2,8mag auf etwa -2,1mag. Ein im Juni/Juli gemeldeter marsweiter Staubsturm, der die Sicht auf Oberflächendetails verwehrte scheint inzwischen aber am abklingen zu sein. Man sollte also mit einem Teleskop wieder die Polarkappen und andere Oberflächenstrukturen auf dem Mars ausmachen können.

Der Riesenplanet Jupiter steht weiterhin im Sternbild Waage. Seine Untergänge verfrühen sich im August von kurz nach Mitternacht auf etwa 22:20 Uhr am Monatende. Somit ist es jetzt höchste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde dieses Jahr noch am Abendhimmel zu sehen!
Am 2. August wandern beispielsweise ab ca. 22:20 Uhr für etwa 40 Minuten die beiden Schatten der Monde Io und Europa über die Planetenscheibe - ein sehenswertes Schauspiel für alle Teleskopbesitzer!

Der Ringplanet Saturn wandert im August westwärts (rückläufig) durch das Sternbild Schütze. Schon in der Abenddämmerung ist er am Südhimmel zu finden. Leider erreicht das kleine Planetenscheibchen nur eine maximale Höhe von 17° über dem Südhorizont, dafür sind aber die Ringe mit 26,5° fast maximal geöffnet. Am Monatsanfang geht er gegen 3:00 Uhr unter, am Monatsende ist sein Untergang dann schon kurz vor 1:00 Uhr.
Der Planet Saturn mit seinem eindrucksvollen Ringsystem ist auf jeden Fall immer einen Blick durch ein Teleskop wert!

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!