Aktuelles

Im Oktober gibt es neben einigen schwachen Sternschnuppenströmen, zwei Ströme, die in diesen Monat eine nennenswerte Anzahl von Meteoren hervorbringen könnten:

Radiant der DraconidenDie Draconiden sind im Zeitraum vom 6. bis 10. Oktober aktiv. Sie scheinen dabei aus dem "Kopf" des Sternbildes Drache zu kommen (Radiant, siehe nebenstehendes Bild).  Das Maximum am 8. Oktober fällt sehr unterschiedlich aus. In den Jahren 1933 und 1946 konnten bis zu 10.000 (!) Meteore pro Stunde (=Zenithal Hourly Rate, ZHR abgekürzt) beobachtet werden. 1985 und 1998 wurde eine ZHR von über 500 Meteoren erreicht. 2011 wurden 300 Meteore pro Stunde erreicht. Die Häufung der Meteore scheint einem 13 Jahresrhythmus zu unterliegen, was etwa zwei Umlaufperioden des Kometen 21P/Giacobini-Zinner entspricht. Diese Staubspur des Kometen ist für die Meteore verantwortlich.
Für 2018 ist zwar keine erhöhte Aktivität vorausgesagt, aber der Ursprungskomet war erst im September dieses Jahres in Sonnennähe. Ob dies dieses Jahr zu einer Erhöhung der Fallrate führt bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle wird der Mond (Neumond am 9.10.) die Beobachtung der Sternschnuppen diesmal kaum behindern.

Radiant der OrionidenDie Orioniden sind ein vom 2.10. bis 7.11. aktiver Sternschnuppenstrom. Wie der Name schon sagt, ist ihr Radiant im Sternbild Orion zu finden, etwa 10° nördlich des bekannten roten Riesensterns Beteigeuze. Zum Maximum am 21.10. kann eine ZHR von bis zu 15 Meteoren pro Stunde beobachtet werden. Da der Radiant mit dem Sternbild Orion erst in der zweiten Nachthälfte eine nennenswerte Höhe über dem Horizont erreicht, ist diese Anzahl erst in den frühen Morgenstunden zu erwarten. Dafür ist aber auch schon in den Nächten vom 19.10. bis 23.10 eine erhöhte ZHR beobachtbar. Der zunehmende Mond (Vollmond am 24.10) wird  am 21.10. gegen 4:00 Uhr untergehen und dann haben wir brauchbare Beobachtungsbedingungen  - sofern das Wetter mitspielt.
Der Ursprungskörper des Stromes ist der berühmte Halleysche Komet, dessen Staubspur über Jahrtausende zu losen Wolken zerstreut wurde. Dies erklärt auch den langen Aktivitätszeitraum und das breite Maximum dieses Stromes.

Quelle: Wikipedia, Bilder erstellt mit dem Freewareprogramm Stellarium

FotoUnser nächster Sternwartenstammtisch findet
am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 um 19:30 Uhr im Gasthof Alter Wirt in Höhenrain statt.  

Alle Mitglieder und interessierte Besucher sind herzlich willkommen!

Auch in diesem Sommer kann wieder ein spektakuläres Himmelsschauspiel auf der Berger Sternwarte beobachtet werden.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August bewegt sich die Erde, auf ihrer Bahn um die Sonne, durch eine Staubspur, die aus Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tutle besteht. Dabei treten ca. sandkorngroße Partikel mit extrem hoher Geschwindigkeit in die oberen Schichten der Erdatmosphäre ein und verglühen. Diese ungefährlichen Leuchterscheinungen sind als Perseiden-Sternschnuppen bekannt. Im Volksmund wird auch die Bezeichnung "Laurentiustränen" oder "Tränen des Laurentius" verwendet, da am 10. August der Namenstag des gleichnamigen Märtyrers gefeiert wird. 

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(Foto: NASA/JPL) 

Aus diesem Anlass wird die Volkssternwarte Berg am Sonntag, den 12. August 2018, bei klarem Himmel, zwischen 21:00 Uhr und 24:00 Uhr geöffnet sein. Diesmal herrschen perfekte Bedingungen, da der Mond an diesem Abend bereits untergegangen ist und den Himmel nicht aufhellt.

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Kurz vor Beginn der Sommerferien in Bayern ist es endlich wieder soweit: Am 27. Juli wird über Deutschland eine totale Mondfinsternis zu sehen sein!

Diesmal findet das Ereignis während der Abendstunden statt. Die maximale Bedeckung wird für 22:22 Uhr MESZ erwartet. Hier der genaue Zeitplan:

  • 20:24 Uhr: Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde
  • 21:30 Uhr: Beginn der Totalität der Finsternis
  • 22:22 Uhr: Maximale Verfinsterung
  • 23:13 Uhr: Ende der Totalität der Finsternis
  • 00:19 Uhr: Austritt des Mondes aus dem Kernschatten

Während der Totalität wird der Mond als dunkelrote Scheibe über den südöstlichen Himmel wandern. Die Farbe stammt hierbei von Sonnenlicht, das von der Erdatmosphäre in den Mondschatten gelenkt wird.

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(Foto: Benno Ruhdorfer)

Weitere Hintergrundinformationen zur Mondfinsternis 2018 sind beispielsweise auf der zentralen "Mofi"-Seite des Bayerischen Rundfunks zu finden: https://www.br.de/mofi

In dieser Nacht können sich die Beobachter auf ein weiteres Ereignis freuen. Zeitgleich mit der Mondfinsternis befindet sich der Planet Mars in Erdnähe und kann etwa eine Handbreit unterhalb des Erdtrabanten als deutlich rötlicher Lichtpunkt am Himmel erkannt werden.

Bei klarem Himmel wird die Berger Sternwarte am 27. Juli ab 21 Uhr geöffnet sein. Besucher werden die Möglichkeit haben, das Ereignis mit verschiedenen Instrumenten - vom Fernglas bis zum Spiegelteleskop - zu beobachten.

Der Eintritt ist an diesem besonderen Abend kostenlos. Freiwillige Spenden sind jedoch immer willkommen.

Auch dieses Jahr hat die Berger Sternwarte wieder am deutschlandweiten Astronomietag teilgenommen. Am Samstag, den 24. März 2018 öffneten wir um 14 Uhr unser Gelände an der Lindenallee für alle interessierten Besucher.

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Am frühen Nachmittag ging es zunächst um die Sonne. Mit verschiedenen Spezialteleskopen konnten unsere Gäste die Oberfläche des Tagesgestirns genauer anschauen. Leider war an diesem Tag kein einziger Sonnenfleck sichtbar, aber am Rand zeigte sich deutlich eine Protuberanz - ein ringförmiger Materiestrom.

Auch für unsere kleinen Gäste gab es wieder ein besonderes Programm. Unter Anleitung unserer Mitglieder wurden Sonnenuhren und kleine Galileo-Teleskope gebastelt.

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In einer abgedunkelten Beobachtungshütte konnten unsere Besucher ihr Wissen bei einem Computer-Astroquiz unter Beweis stellen und an einem großen Bildschirm eine Videopräsentation über die totale Sonnenfinsternis 2017 in den USA sehen.

Nach Sonnenuntergang zeigten sich die ersten Objekte des Abendhimmels. Ab 19 Uhr konnte am Westhorizont der Planet Venus beobachtet werden. Beim Planeten Merkur war das schon etwas schwieriger. Wolkenbänder versperrten immer wieder die Sicht, so dass die Sichel des sonnennächsten Planeten immer nur für einige Sekunden in den Fernrohren erkennbar war.

Mit zunehmender Dunkelheit zeigten sich immer mehr Sterne und die zahlreichen Besucher ließen sich die wichtigsten Sternbilder des Frühlingshimmels erklären. Um 19:45 wurde gemeinsam ein Überflug der internationalen Raumstation ISS am Südhorizont beobachtet und mit vielen "Ahs" und "Ohs" kommentiert.

Auch der zunehmende Mond fand sehr großes Interesse. Einige Gäste versuchten sich sogar als Astrofotografen und machten beachtliche Handyaufnahmen des Erdtrabanten durch unsere Teleskope.

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Dieses Jahr gab es eine ganz besondere Station. Eines unserer Teleskope war mit einem speziellen Diffraktionsgitter ausgestattet, mit dem das Licht eines Sterns in die einzelnen Farbbestandteile zerlegt wurde. Das resultiere charakteristische Farbspektrum konnte dann direkt im Okular betrachtet werden. Anhand dieses Spektrums wurde den Besuchern erklärt, wie Astronomen die Zusammensetzung und Temperaturen von Sternen bestimmen.

Schließlich widmeten wir uns dem eigentlichen Motto des diesjährigen Astronomietages, dem "geheimen Leben der Sterne".

Anhand markanter Vertreter des Nachthimmels wurden die verschiedenen "Lebensphasen" der Sterne erklärt. Von der „Geburt“ eines Sterns aus Gas und Staub mit dem prominenten Orionnebel als Beispiel. Über die „Sternenkindergärten“ der offenen Sternhaufen mit den berühmten Plejaden im Stier. Und selbst das Ende eines Sterns konnten die Besucher im Teleskop erfahren: mit dem „Eskimo-Nebel“ in den Zwillingen als Vertreter der Planetarischen Nebel und mit dem Supernova-Überrest M 1 im Stier.

Um 23 Uhr traten die letzten Besucher zufrieden ihren Heimweg an. Auch dem Team der Berger Sternwarte hat es wieder sehr gut gefallen. Das nächste Mal sind wir auf jeden Fall wieder dabei!