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Seit Juni 1992 existiert auf einer Anhöhe über dem Nordostufer des Starnberger Sees eine kleine Sternwarte. Auf dem Grundstück der Gemeinde Berg stehen abseits störender Lichtquellen eine Beobachtungskuppel und zwei Rolldachhütten. Die Gebäude beherbergen verschiedenste Teleskope für die Himmelsbeobachtung: vom 5-Zoll-Refraktor bis zum 16-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop. Mittlerweile zählt der Verein fast 80 Mitglieder, von denen einige in ehrenamtlicher Arbeit an den öffentlichen Führungen mitwirken.


Nach über 7 Jahren war es endlich wieder soweit: In der Nacht von Sonntag auf Montag, dem 28. September war über Deutschland eine totale Mondfinsternis zu sehen!

Zeitgleich fand ein weiteres besonderes Ereignis statt. Unser Erdtrabant befand sich am Montag Morgen in Erdnähe. Damit erschien er uns etwa 14% größer als in seiner erdfernsten Position. Man spricht hier auch vom "Supervollmond".

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(Foto: Benno Ruhdorfer) 

Aus diesem Grund öffnete die Sternwarte am Montag Morgen von 3 Uhr bis 6 Uhr. Auf Frühaufsteher wartete folgender Zeitplan:

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Trotz ungewohnter Zeit und ungemütlicher Temperatur versammelten sich rund 20 Gäste und Mitglieder auf dem Gelände, um das Himmelsschauspiel zu beobachten. Es passte alles: absolut klarer Himmel, sehr gute Stimmung und nette Gäste.

Während der Totalität war der Mond als rötliche Scheibe über dem südwestlichen Himmel zu sehen. Die Farbe des "Blutmonds" stammte von langwelligem Sonnenlicht, das von der Erdatmosphäre in den Mondschatten gelenkt wurde.

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(Foto: Benno Ruhdorfer

Mit Einbruch der Morgendämmerung gab es auch noch drei weitere Nachbarn unseres Sonnensystems am östlichen Horizont zu bewundern: Die Planeten Venus, Mars und Jupiter!

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(Foto: Rüdiger Wolf-Sebottendorff

Übrigens, wer auf die nächste totale Mondfinsternis warten will, muss etwas Geduld haben: erst im Juli 2018 ist es wieder soweit...

FotoUnser nächster Sternwartenstammtisch findet
am 27. August 2015 um 19:30 Uhr im Gasthof Alter Wirt in Höhenrain statt.  

Alle Mitglieder und interessierte Besucher sind herzlich willkommen!

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Am Vormittag des 20. März 2015 war am Himmel ein seltenes Ereignis zu sehen. Um 9:31 Uhr Ortszeit schob sich der Mond vor die Sonnenscheibe. Während des Maximums um 10:39 Uhr war das Tagesgestirn zu 68% bedeckt. Erst um 11:51 Uhr gab der Mond die Sicht auf die Sonne wieder komplett frei.

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Natürlich war die Sternwarte Berg an diesem Tag für alle interessierten Besucher geöffnet. Bereits um 9 Uhr kamen bei herrlichem Wetter die ersten Gäste, um sich die besten Plätze auf dem Gelände zu sichern. Für die Beobachtung des Schauspiels standen verschiedene Instrumente bereit: Sofi-Brillen, zahlreiche - teilweise - private Teleskope mit speziellen Sonnenfiltern und selbstgebastelte Sonnenprojektoren. Sogar ein handelsübliches Nudelsieb kam zum Einsatz, dessen Schatten während des Maximums zahlreiche Sonnensicheln zeigte.

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Den Schülerinnen und Schülern der benachbarten Oskar Maria Graf - Grundschule wurde in einer kleinen Präsentation erklärt, wie die Mondphasen zustande kommen und was bei einer Sonnenfinsternis genau passiert.

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Mit den Teleskopen konnten aber auch andere Details der Sonne beobachtet werden. So waren Sonnenflecken und sogar Protuberanzen (Materieströme) erkennbar.

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Als nach über drei Stunden der Letzte der über 300 Besucher den Heimweg über die Lindenallee antrat, wurde von den Mitgliedern der Sternwarte schon der nächste Sofi-Termin vorgemerkt: Donnerstag, 10. Juni 2021. Leider wird aber die Sonne an diesem Tag nur zu ca. 5% bedeckt sein.

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An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle Beteiligten für die tatkräftige Unterstützung bei der Veranstaltung!

Fotos: Benno Ruhdorfer

Aufgrund einer geschlossenen Wolkendecke und einer angekündigten Regenfront müssen wir leider die für heute (21. März 2015) ab 14 Uhr geplante Veranstaltung zum Astronomietag 2015 kurzfristig absagen.

Wir bitten um Ihr Verständnis!