Nachdem in den Monaten Februar und März keine besonders ergiebigen Sternschnuppenströme zu sehen waren, ist im Monat April wieder ein stärkerer Sternschnuppenstrom zu beobachten: Die Lyriden (auch April-Lyriden genannt).Lyriden
Wie der Name schon sagt, ist der Radiant des Stroms im Sternbild Leier (lat. Lyra) zu finden.
Der Strom ist etwa vom 16. bis zum 25.04. aktiv. Sein Maximum 2019 wird mit einer Rate von bis zu 18 Sternschnuppen je Stunde in der Nacht 21. April auf den 22. April erwartet. Der Mond zeigt sich dieses Jahr am 21./22. April fast voll und geht erst gegen 7:20 Uhr morgens unter. Somit sind die Beobachtungsbedinungen - sofern überhaupt das Wetter mitspielt - relativ schlecht. Am aufgehellten Himmel werden viele Sternschnuppen erst garnicht zu sehen sein. Es kann aber noch mit einer Rate von 5-8 Meteoren am Frühen Morgen des 22.04. gerechnet werden.

Gelegentlich gibt es starke Schwankungen in der Sternschnuppenrate der Lyriden - so z.B. 1982 mit 90 Meteoren/Stunde. Damals wurden kurzzeitig bis zu 300 Sternschnuppen pro Minute registriert.
Ein anderer nennenswerter Aktivitätsanstieg fand im Jahr 1922 ebenfalls mit 90 Meteoren/Stunde statt.

Der Ursprung der Lyriden sind die Staubteilchen auf der Bahn des Kometen C/1861 G1 (Thatcher), eines Kometen mit einer Sonnenumlaufzeit von 415 Jahren.

Die ersten schriftlichen Belege für diesen Sternschnuppenstrom stammen aus dem Jahre 687 v. Chr. aus chinesischen Quellen. Man berichtete davon, dass Sterne wie Regen vom Himmel fielen.

Bild: Radiant Lyriden Erstellt mit Stellarium, Quellen: Wikipedia, Vereinigung der Sternenfreunde